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Am 21. und 22.03.2008 fand im Eisstadion Grefrath das 2. Frauen DEB Pokalturnier statt. Teilnehmer waren der deutsche Meister ESC Planegg/Würmtal, Vizemeister OSC Eisladies Berlin, Titelverteidiger EC Bergkamen, SC Riessersee, Hamburger SV und Gastgeber Grefrather EC.
21.03.2008 Vorrunde: ESC Planegg/Würmtal - OSC Eisladies Berlin 3-4 (1-2, 1-1, 1-1) Zu früher Morgenstunde startete das Turnier gleich mit dem Topspiel zwischen Meister und Vizemeister. Die Eisladies gleich hellwach und gingen durch Miriam Kresse (2.) und Nina Kamenik (3.) schnell mit 0:2 in Führung. Auch eine 5-3 Unterzahl überstand der OSC unbeschadet, um dann doch bei eigener Überzahl den 1:2 Anschlusstreffer durch Lisa Schuster (9.). Im 2. Drittel brachte Stephanie Frühwirt den OSC mit 1:3 in Front (22.). Vier Minuten später der erneute Anschlusstreffer, wieder durch Lisa Schuster. Spannung pur dann im letzten Drittel. Zwar sorgte Anja Scheytt dafür das der OSC wieder mit 2 Toren in Führung ging (39.), aber wieder schaffte Planegg den Anschluß durch Christine Berndaner (43.). Mehr ließ der OSC, und vor allem die überragene Ivonne Schröder, nicht mehr zu und kam so zu einem verdienten Sieg.
Trainer Bielke nach dem Spiel: "Die Mädels haben nach teilweise krankheitsbedingten Ausfällen in der Meisterschaft zum Pokal rechtzeitig zu ihrer Normalform zurückgefunden. Die Zeit bis zum nächsten Spiel muss tatsächlich durch die Physiotherapeutin genutzt werden. Allerdings sieht es nicht gut aus für Jenny Friede. Sie hat sich möglicherweise eine Bänderdehnung, wenn nicht sogar einen Bänderrisss zugezogen".
OSC Eisladies Berlin - Grefrath Lady Panthers 4-0 (2-0, 1-0, 1-0) Auch im zweiten Spiel des Tages die Eisladies hellwach. Bereits nach 17 Sekunden die Führung durch Susann Götz. Der OSC weiter überlegen. Von Grefrath nichts zu sehen, Franziska Kolebka im Tor des OSC bekam im 1. Drittel nur einen Schuss aufs Tor. 29 Sekunden vor Drittelende das 2:0 für den OSC. Torschütze erneut Susann Götz, die Grefraths Torfrau Esther Thyßen mit einem Aufsetzer bezwang. 34 Sekunden waren im 2. Drittel gespielt, dann stand es 3:0. Torschützin wiederum Susann Götz. Danach bekam Grefrath Gelegenheit aktiver am Spiel teilzunehmen. Denn der OSC kassierte einige Strafen. Aber was immer auch auf das Tor kam war Beute von Berlins Torfrau. So blieb es beim 3:0 nach 30 Minuten. Ein Tor gab es im letzten Drittel. Und zwar für die überlegenen Eisladies. Torschützin, natürlich, Susann Götz (32.). Die Eisladies haben damit das Finale erreicht.
22.03.2008 Finaltag: OSC Eisladies Berlin - Hamburger SV 5-2 (2-1, 1-1, 2-0) Ohne Jenny Friede, die mit einer Knöchelverletzung aus dem Planeggspiel passen muss, ging der OSC ins Finale gegen Außenseiter HSV. Beide Teams auch gleich mit Torchancen, die Goalies Franziska Kolebka (OSC) und Janna Ramajzl (HSV) hatten gleich zu tun. Das erste Überzahlspiel brachte dann auch das erste Tor. Anja Scheytt fälscht einen Schuss zum 1:0 für OSC ab (3.). Zwei Minuten später erhöht Nina Kamenik nach schönen Solo auf 2:0. Ein dieser immer gefährlichen Breaks nutzte Hamburgs Jasmin Schäbitz dann zum 2:1 Anschlusstreffer (15.). Der OSC nun etwas von der Rolle, es blieb aber bis zur Pause bei der knappen Führung. Auch im 2. Abschnitt der OSC mit vielen Torchancen. Und dem 3:1. Wieder war es Nina Kamenik, die für den OSC erfolgreich war (27.). 10 Sekunden später stand es allerdings 3:2. Nina Ritter traf für den HSV. In der 30. Minute wechselte der HSV den Goalie, im Tor nun Julia Graunke. Und auch sie bekam einiges zu tun. Ein Tor sollte im Mitteldrittel trotz Chancen auf beiden Seiten aber nicht mehr fallen. Im letzten Drittel agierten die Eisladies sehr nervös, selbst in Überzahl lief nichts zusammen. Aber die Hamburger nutzten das nicht aus. Es entwickelte sich immer mehr ein typischer Pokalfight. Hamburg musste mehr öffnen, der OSC hatte auch weiterhin Chancen. Ein Tor wollte aber einfach nicht fallen. 58 Sekunden vor dem Ende die Erlösung für den OSC durch Nina Kamenik. 11 Sekunden später erhöht Nina Kamenik sogar noch auf 5:2. Der OSC damit Pokalsieger.
Zusammenfassung In der Liga mussten die Berliner Ladies in diesem Jahr dem ESC Planegg den Vortritt lassen, doch im Pokalturnier in Grefrath gab es noch eine Chance für einen versöhnlichen Saisonabschluss. Nachdem es im letzten Jahr als Meister nicht gelang, den erstmals als Turnier von den sechs bestplatzierten Teams der Bundesliga ausgespielten DEB-Pokal zu gewinnen, schafften die OSC-Ladies in diesem Jahr in Grefrath gleich die doppelte Revanche. Zum einen wurde in den Gruppenspielen der deutsche Meister und damit Nachfolger auf dem Titelthron, ESC Planegg, mit 4:3 erstmals in dieser Saison geschlagen, zum anderen der Pokal nach weiteren Siegen gegen Grefrath (4:0) und im Finale gegen Hamburg (5:2) dann dieses Jahr an die Spree geholt.
Redakteur/Autor: Norbert Stramm - Radio Eiskalt |